Phonehenge Projekt-Update

Was als wilde Idee im think europe Team des Bildungszentrums Europahaus Marienberg begann, wird nun langsam Realität: Phonehenge steckt mitten in der Vorbereitungsphase. Die 60 Jugendlichen aus 5 Ländern (Frankreich, Tschechien, Slowenien, Polen und Deutschland) finden sich langsam in der Online-Community zusammen und tauschen erste Ideen zur Umsetzung aus. Das Nachfolgeprojekt von pARTizipation rückt also unweigerlich näher (wir fluchen und freuen uns gleichermaßen). Letzte Woche haben die Arbeiten an den Fundamenten für 6 der insgesamt 12 Telefonzellen begonnen. In der KW 38 erwarten wir die Telefonzellen aus Berlin. Hier schon mal ein paar Eindrücke von den Arbeiten:

Prezis zur Grips Sommerakademie in Louisenlund

Während der Grips Sommerakademie haben wir täglich Inputs zu verschiedenen Aspekten des Freiheitsbegriffs geliefert. Hier die Prezis dazu (alle streng öffentlich und für euch auch zur Weiterverwendung):

1. Freiheit – Eine Annäherung (feat. Monthy Python / Christoph Maria Herbst / The Matrix uvm.)

2. Die (Un-)Freiheit (feat. Locke / Hume / Leibniz / Augustinus uvm.)

3. Selbstbeherrschung und Selbstbestimmung (feat. Cyborgs / Transhumanismus / Repo Men / Limitless / Ist Unfähigkeit bereits Unfreiheit?)

4. Politische Freiheit – die Macht der Sprache (feat. Dave Chappelle / Snowden / Charles Chaplin)

 

“Gegen die Wand!” – Rückblick auf ein Kunstprojekt

Vom 03.08-08.08.2014 hat das think europe Team (diesmal bestehend aus: amsellen, Henni, Lukas) für die Sommerakademie der Joachim Herz Stiftung und der Robert Bosch Stiftung ein Kunstprojekt zum Thema “Freiheit” realisiert.

Zusammen mit 20 Grips-Stipendiaten der Stiftung haben wir uns eine Woche lang mit (Un-)Freiheiten beschäftigt und unsere Gedanken, dann auf eine rotierende Papppixel-Wand gebracht. Es ging um die Entgrenzung des Selbst (Cyborgs, Transhumanismus), Philosophie der Freiheit (von Aristoteles bis Locke und Berlin) und politische Freiheit (NSA, Sicherheit vs. Freiheit). Zusammen haben wir 3 Tage lang Ideen und Thesen visualisiert und “Gegen die Wand!” geworfen.

Wir haben Aluhüte gebastelt und mit Actionbound Glückskekse gefunden, wir haben mit Paintballs, Spraydosen und Stencils “gemalt” und Storys mit Adobe Voice und audacity erzählt. Hier ein paar Eindrücke aus den künstlerischen Prozessen der letzten beiden Tage (3 Motiv-Wände und eine Projektionswand für ein Storytelling-Projekt der Stipendiaten).

 

Lernen im Raum-Internet-Kontinuum

Foto „Classroom“ by Vito via  unter CC BY 2.0

Foto „Classroom“ by Vito via unter CC BY 2.0

 

 

“Throughout my life all real learning has taken place outside school.”[1] An welchen Orten wir lernen, bestimmt häufig, wie wir lernen. In einem Hörsaal ohne Tageslicht nach Erleuchtung zu suchen, mag möglich sein, sicher aber ist es mühevoll. Kleine Klassenzimmer in denen 30 Schüler/innen zusammengepfercht werden, vermitteln schwerlich den Eindruck, dass Gedanken tatsächlich frei sind. Die Architektur unserer Bildung ist von Beschränktheit geprägt. Sowohl formale als auch non-formale Bildung haben in den vergangenen Jahren Einrichtungen gebaut, die dafür sorgen sollen, dass Lernen in einem geschützten und ruhigen Rahmen stattfinden kann. Konzentration war das Stichwort und ein wesentliches architektonisches Bauprinzip. Heute zeugen solche Gebäude von der Annahme, dass Bildung in einer reizarmen Umgebung gut gelingen kann. Im Bestreben störende Einflüsse zu minimieren, haben wir über die Jahre Bildungshäuser gebaut, die mit „funktional“ äußerst euphemistisch umschrieben sind. Großen Ideenschmieden wie Facebook, Google oder Twitter kann man vieles vorwerfen, aber schlechte (Gedanken)-Entwicklungsbedingungen sicher nicht.

Diese und andere innovative Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern riesige Räume, Flächen auf denen man sich treffen und miteinander ins Gespräch kommen kann. Lernen und der Austausch von Ideen sind an diesen Orten keine Privatsache, sondern entstehen im Miteinander, im kontinuierlichen Austausch und nicht hinter verschlossenen Türen. Mit der Konstruktion unserer geschlossenen Lernräume haben wir Gedanken nicht nur ein-, sondern auch die Welt da draußen ausgeschlossen. Wenn Universitätsprojekten – zu Recht – der Vorwurf gemacht wird, sie würden an der Realität vorbei arbeiten, dann hat dieses Phänomen sicher auch mit der physischen Abschottung von der Welt „da draußen“ zu tun. Bildungsprozesse, die in geschlossenen Räumen stattfinden, können schnell den Effekt des „Information Cocooning“ entwickeln – Lernende und Lehrende hören ständig den Widerhall ihrer eigenen Gedanken. In einem Information Cocoon werden Bildungsinhalte und Methoden von den Wänden zurückgeworfen und immer wieder von denselben Menschen rezipiert bzw. reflektiert.

“If a company creates an information cocoon, it is unlikely to prosper, for its own decisions will not be adequately challenged from the inside […] leaders living inside a cocoon are unlikely to think well, simply because their own preconceptions will become entrenched.”[2]

Bildung kann sich unter solchen Bedingungen – wenn überhaupt – nur sehr langsam entwickeln und Wissen bleibt oftmals graue Theorie, weil es sich nicht in der Realität bewähren muss. Politische Bildung mit Menschen, egal welcher Altersstufe, hat die Transformation von Wissen zu Bewusstsein zum Ziel. Bewusstwerdungsprozesse wiederum brauchen Erfahrungswelten, in denen sie ständig dem Abgleich mit Realitäten ausgesetzt sind. Nur in Lebenswirklichkeiten kann Bewusstsein in Handlungsspielräumen getestet und im Anschluss für zu leicht oder ausreichend schwer befunden werden. Je weiter der Raum ist, in dem Wissen zu Bewusstsein werden darf, desto intensiver sind zwangsläufig die bewusstseinserweiternden Erfahrungen.

Das Internet ist eine Realität, die unendlich weit scheint. Das World Wide Web nennt sich nicht zu unrecht so. Czerskis Manifest ist im Kern die Feststellung, dass es sich beim Internet nicht um eine alternative Realität handelt, sondern vielmehr um eine Realität, die völlig gleichwertig neben anderen Realitäten steht.

 

„Wir benutzen das Internet nicht, wir leben darin und damit. Wenn wir euch, den Analogen, unseren ‚Bildungsroman‘ erzählen müssten, dann würden wir sagen, dass an allen wesentlichen Erfahrungen, die wir gemacht haben, das Internet als organisches Element beteiligt war. Wir haben online Freunde und Feinde gefunden, wir haben online unsere Spickzettel für Prüfungen vorbereitet, wir haben Partys und Lerntreffen online geplant, wir haben uns online verliebt und getrennt.“[1]

 

Das mag uns nun gefallen oder auch nicht, wegzudiskutieren ist diese Tatsache schwerlich. Neuland ist immer gefährlich, ist eine Grenzerfahrung, muss entdeckt werden. In den Grenzgebieten zwischen digital und analog lauern ebenso viele Gefahren wie neue Chancen und Handlungsoptionen. Die Besiedlung des Internets ist am Ende eine Geschichte vieler evolutionärer Schritte in eine neue Richtung.

Doch zunächst ist das Internet für die Bildung ein Ort an dem Wissen zu Bewusstsein werden kann. Es geht an diesem Punkt um das Wesen des Internets – die Öffentlichkeit. Das Internet ist nichts weiter als die technische Voraussetzung von Öffentlichkeit. Im Falle der politischen (Jugend)-Bildung kommt diese Öffentlichkeit von unten, weil sie in der Alltagspraxis von Jugendlichen entsteht. Das Internet kann damit zum Ursprung für die Entstehung von Vernunftpotenzialen werden, wenn sein Wesen nicht als Störung gesellschaftlichen Denkens, sondern als Raum demokratischer Teilhabe verstanden wird.

Das Netz ist ein Raum, in dem Jugendliche erfahren können, dass sie eine Stimme haben und gehört werden. Das Publizieren von Status-Updates, Meinungen, Bildern, Videos und sonstigen Texten wird wahrgenommen und erreicht Menschen im In- und Ausland. Viele Jugendliche sind oft 24 Stunden am Tag online. Für sie ist das Internet ein alltäglicher Ort geworden. Dort trifft man sich, tauscht sich aus, pflegt Freundschaften, studiert und plant die Zukunft. Für viele wird das Internet ein wesentlicher Bestandteil ihrer späteren Arbeitswelt sein – für die meisten ist es das schon. Allerdings muss an dieser Stelle klar unterschieden werden zwischen den sozialen Netzwerken und dem Internet als politischem Erfahrungsraum.

In vielen didaktisch-medienkritischen Studien und Debatten werden die Begriffe „Internet“ und soziale Netzwerke Synonym verwendet. Dieser Umstand führt häufig zu einer Verkürzung der Diskurse und zu einer eindimensionalen Betrachtung des Internets als Unterhaltungsplattform. Der Fehler liegt im Betrachtungsgegenstand selbst. Wer das Mediennutzungsverhalten von Jugendlichen untersucht, muss fast zwangsläufig bei der Analyse sozialer Netzwerke verharren. Der Erfahrungsraum Internet ist auch oder gerade für Jugendliche oftmals auf die sozialen Netzwerke beschränkt. In diesen Zusammenhängen wird dann häufig über Facebook, Youtube, Whatsapp und vielleicht noch Twitter gesprochen. Tatsächlich zeigt diese Medienkritik deutlich das Dilemma, in dem sich dieser Diskurs verengt und schlussendlich verliert – die Netzkritik betrachtet oftmals nur einen winzigen Ausschnitt der digitalen Realität – die sozialen Netzwerke. Diese sozialen Netze sind ohne Zweifel weit gespannt und durchziehen das Internet wie rote Fäden. Facebook, Twitter & Co. sind jedoch maximal Knotenpunkte; Häfen, in denen das Leben scheinbar pulsiert und nicht der Nukleus des Digitalen. Um die Weite des Netzes als politischen Erfahrungsraum zu verstehen, müssen wir jedoch den Blick heben und in die Peripherie, jenseits der Netzmetropolen, schauen und wir müssen dies gemeinsam mit den Jugendlichen tun, wenn politische Bildung der Entwicklung von Eigensinn und dem Anlegen von Wissens- und Urteilsvorräten dienen soll. Jugendliche und Menschen, die sich im Netz bewegen, müssen ein Bewusstsein dafür entwickeln, dass sich hinter den starren Strukturen der digitalen Netzwerke eine Struktur verbirgt, die sie aktiv selbst gestalten können, auf deren Bewegungen sie Einfluss haben und in der es viele kreative Möglichkeiten zu echter politischer Partizipation gibt.

[1] Newton, Huey P.: Revolutionary Suicide. New York 2009.

[2] Sunstein, Cass R.: Infotopia. How Many Minds Produce Knowledge. Oxford 2006, S. 9.

Fundstück: Neuer Sound(track)!

Mein erster Musikpost! Daher mit Sicherheit etwas besonderes! Hört mal rein…

Auf Soundcloud gibt’s mehr Billy Hill!

Ein neues @haekelschwein für die Bildung

In der Jugendbildung think europe ist das @haekelschwein ein regelmäßiger Gast – ein mobiles Mem, das besonders interkulturelle Jugendbegegnungen bereichert. Nachdem das letzte @haekelschwein durch hunderte schwitziger Hände gewandert ist, wurde es zu einer hygienischen Zeitbombe. Aus Angst vor einer Pandemie musste eine neue Schweinerei her.

Storycubes und Impro-Writing – Storytelling in der Bildung

Foto-21.08.13-14-19-05Ich habe mal wieder für pb21.de geschrieben. Es geht um den Einsatz von Würfeln und Storytelling in der politischen Bildung. Und so hört sich das dann an:

Die Idee hinter dem Begriff Storytelling ist sehr alt (und sehr bewährt). Durch digitale Hilfsmittel wie z.B. multifunktionale Würfel muss sie nicht revolutioniert werden, wie es der Begriff „Digitales Storytelling“ manchmal nahelegt.Storytelling kann auch ganz analog bleiben und durch digitale Tools unterstützt bzw. ergänzt werden. Das „zwei-punkt-nullige“ der Idee: Teilnehmende erstellen selbst Geschichten. Story Cubes und die Idee dahinter kann dabei helfen, die ersten Schwellen zu überwinden.

Grundsätzliches zum Storytelling

Das methodische Konzept hinter dem Begriff Storytellings ist – für den Bildungskontext – relativ schnell erklärt. Es geht um das Erzählen von Geschichten zur Vermittlung von Wissen. Oder anders herum, Wissen und (politische) Bildungsinhalte werden in Geschichten verpackt, transportiert und sind so für Zuhörende leichter zu verarbeiten.

Ein wesentlicher Bestandteil bei der Methode des Storytelling ist die Abschaffung des klassischen Zuhörenden. Statt einer passiven Rolle als Konsument werden die Zuhörenden aktiv in das Erzähl-Geschehen eingebunden. Über diesen partizipativen Ansatz wird der Zuhörende selbst zum Storyteller (Geschichtenerzähler) und kann zur Entwicklung einer Geschichte aktiv beitragen. Gehörtes wird so mit- bzw. weitergedacht und Inhalte werden besser verstanden. Zur Bedeutung des Begriffes für die praktische Arbeit in der politischen Bildung sei auf die beiden Artikel auf pb21 verwiesen (Storytelling in der politischen Bildung Teil I & Teil II).

 

Das Storytelling-Tool Story Cubes

In der Spielewelt ist das Storytelling elementarer Bestandteil vieler Formate. Wenige haben das Storytelling so sehr zum Spielprinzip erhoben wie die „Story Cubes“. Das Spielprinzip ist so einfach wie genial: Es werden neun „Story Cubes“ Würfel (Spielwürfel, die statt einer Augenzahl kleine Bilder zeigen) geworfen und jedes der gewürfelten Bilder soll Bestandteil einer spontan zu erzählenden Geschichte werden. So werden Story Cubes zu einem visuellen Geschichtengenerator der kreative Erzähl- und Gedankenprozesse anregen soll. Die haptische Variante der „Geschichtswürfel“ ist auch als App für den Gebrauch auf mobilen Endgeräten verfügbar. Das Spielprinzip bleibt auch in der App-Version vollständig erhalten. Die „Story Cubes“ App gibt es sowohl für iOS als auch für Android gesteuerte Geräte gibt. Die analoge Variante der Würfel kostet ca. 10 €. Zusätzliche Themensets (Reise, Action, Spurensuche etc.) kann man sowohl für die App als auch für das analoge Würfelspiel hinzukaufen. Statt der „Story Cubes“ können auch Alltagsgegenstände verwendet und digitalisiert werden. Inhalte von Büroschubladen, Handtaschen, Spielzeugkisten usw. können nach demselben Prinzip wie die Storycubes gemischt werden und zum Einsatz kommen (s. Bild „Die Dinge zum Sprechen bringen“).

Story Cubes und Storytelling in der politischen Bildung

Das „Geschichtenerzählen“ kann besonders für solche Seminarformate von großem Interesse sein, die sich mit historisch-politischen Zusammenhängen beschäftigen. Kleingruppen könn(t)en zum Beispiel die Aufgabe bekommen, anhand der neun geworfenen Würfelbilder eine Geschichte zu schreiben, die unter dem großen Thema des Seminars bzw. der jeweiligen Einheit steht. Denkbar wären auch Storytelling-Einheiten im Anschluss an ein Zeitzeugen-Gespräch, als thematische Hinführung nach oder vor einem inhaltlichen Vortrag, als Erwartungsabfrage oder am Tagesende zur kreativen und anonymsierten Tagesevaluation. Der Kreativität sind bei dieser Methode kaum Grenzen gesetzt. Die Geschichten können nach ihrer Fertigstellung im Plenum von den Autoren verlesen werden und als Einstieg in Diskussionen oder Refelxionsphasen dienen. Spannende Prozesse können hier in Gang gesetzt werden. Warum wurde welche Perspektive gewählt, wie wurden inhaltliche Elemente aus den vorausgehenden Seminareinheiten verarbeitet bzw. welches Wissen ist im Hinblick auf kommendes schon vorhanden. Durch geschicktes Wählen der Geschichtsparameter (Genre, Personen, Thema, Zeit, historische Szene etc.) kann eine Storytellingeinheit reichhaltige Ergebnisse zutage fördern.

„Story-Cube-Boards“

Die Story Cubes können auch als niederschwelliges Warm-Up für Medienprojekte dienen.  So können geworfene Würfel als Story-Board Vorlage für Medienworkshops verwendet werden. Der Vorteil: neu zusammengesetzte Gruppen müssen eine Geschichte nicht von Grund auf neu erfinden, sondern können gemeinsam die Würfel zu einer Geschichte zusammensetzen, um dann schnell in die Arbeit mit dem Medien (Film, Comic, Musik etc.) einzusteigen.

Kollaboratives Storytelling: Das Impro-Writing

Das Impro-Writing vereint die beiden (theater-)pädagogischen Ansätze des Impro-Theaters und des szenischen Schreibens. In einem Etherpad treffen sich Teilnehmende – jeder mit einem individuell vorbereiteten Charakter – um gemeinsam eine Szene zu schreiben. Ein „Regisseur“ ist verantwortlich für das „Scene Setting“ – er bestimmt, ob die Szene an der Berliner Mauer, im europäischen Parlament oder im Dresden der Nachkriegsjahre spielt. Innerhalb eines vorher vereinbarten Zeitrahmens können die Teilnehmenden sich nun innerhalb der Szene und gemäß ihrer eigenen Charaktere entfalten bzw. miteinander in den Dialog treten. Das Impro-Writing erfordert Übung und ein wenig Erfahrung im non-formalen Bildungsbereich. In Verbindung mit einer sorgfältig vorbereiteten Debriefing-Phase kann es zu einer intensiven (Lern-) Erfahrung werden.

Storytelling und „Story Cubes“ in interkulturellen Kontexten

Besonders in der interkulturellen politischen Projektarbeit stehen viele Bildner immer wieder vor der Herausforderung Gruppendynamiken in Gang zu setzen bzw. diese Dynamiken in ihrer Entwicklung zu begleiten und positiv zu befördern. In diesen interkulturellen Lernkontexten können Storytelling-Einheiten mit den „Story Cubes“ dabei helfen, das Eis zwischen den Teilnehmenden zu brechen. Die „Story Cubes“ können auch in den sozialen Netzwerken als Anstoß zum kollaborativen Geschichtenerählen zum Einsatz kommen. Immer unter der Voraussetzung das es eine gemeinsame Plattform für Teilnehmende gibt (Facebook-Gruppe, Diaspora, Google-Communities, Foren, Moodlemixxt usw.). Die „Story Cubes“ könnten hier als Bild gepostet und mit der Aufgabe versehen werden, dass jeder der Teilnehmenden einen Satz zu der entstehenden Geschichte hinzufügen darf.

Zur praktischen Umsetzung

In einer Bildungsveranstaltung mit vielen Teilnehmenden bietet sich die App-Variante natürlich an. Mit Hilfe von Airplay Appskönnte live mit der Gruppe gewürfelt werden (In der App werden die Würfel durch das Schütteln des Smartphones oder Tablets durcheinander geworfen.) Alternativ können auch aus der App heraus Screenshots direkt als Grafikdatei exportiert werden. Diese Bilder können dann im Anschluss an eine Datenübertragung (z.B. via Kabel, Mail, Dropbox etc.) über den Beamer gezeigt werden. Wer die App nicht kaufen möchte, aber die Würfel besitzt, kann die geworfenen Würfel natürlich ebenso schnell mit dem Smartphone „digitalisieren“ und das gemachte Bild an die Wand projezieren – oder eben auf eine selbst gebastelte Variante zurückgreifen.

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