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Netzofant – Medienkompetenz für Pänz

In den Facebookgruppen „ePartizipation“ und „Medienpädagogik“ findet seit langem ein reger Austausch rund um die Thematik „Vermittlung von Medienkompetenzen an Kinder und Jugendliche“ (Stichwort: „Internetführerschein“) statt. Während die außerschulische Bildung sich diesem Thema schon länger widmet tut sich die formale Bildung an Schulen noch immer schwer damit. Lehrer/innen sind oftmals gefangen in Lehrplänen und dem Zwang zur Ergebnissicherung unterlegen – kaum Raum für kreative Neuerungen. Ich sehe an dieser Stelle mal davon ab mich ausführlich über die Ausbildung von Lehrer/innen an den Unis zu beschweren. In diesem System verharren die Schulen oftmals in Schockstarre und befassen sich weiterhin mit der traditionellen formalen Vermittlung von Lehrinhalten.  Phasenweise grenzt diese Verweigerung zum Umdenken an Ignoranz und ist auch nicht mehr mit engen Zeitfenstern und Lehrermangel zu entschuldigen. Um die kommenden Generationen mit nachhaltiger Handlungskompetenz in digitalen Kontexten ausstatten zu können sind die kreativen Dimensionen des Social Web nicht länger eine Lehralternative, sondern notwendig (ob man diese Dimension der Realität als notwendiges Übel betrachtet, oder als Chance begreift ist dabei völlig zweitrangig – die Tatsache, dass der Erwerb von Medienkompetenz wichtig ist, lässt sich nicht wegdiskutieren).

Der Netzofant

Das Netzofant Projekt ist eine soziale Initiative zweier privatwirtschaftlicher Online-Kommunikations-Unternehmen dem Mangel an Medienkompentenz an Kölner Grundschulen Abhilfe zu schaffen. Auf dem Projektblog heißt es dazu:

„Wir möchten Kindern im Grundschulalter, ihren Eltern und Lehrern Wissen rund um das Thema „Umgang und Sicherheit im Internet“ vermitteln. Zu diesem Zweck haben wir dieses soziale Projekt ins Leben gerufen. Wir sind ein Team der Firmen neolog consulting und result gmbh. Als Kölner Unternehmen unterstützen wir vorrangig Schulen im Raum Nordrhein-Westfalen. Unser Ziel: Medienerziehung soll ein fester Bestandteil in den Lehrplänen der Grundschulen werden.“

Lobenswert ist dabei besonders der Ansatz nicht für die Kinder sondern auch die Eltern und Lehrer mit in das Bildungsprojekt einzubeziehen. Eine tolle Initiative – ohne Frage! Ein bitterer Beigeschmack sollte dieses Projekt allerdings bei allen Entscheidungsträgern im formalen Bildungsbereich hinterlassen. Warum muß die Privatwirtschaft, neben ihrem Hauptgeschäft, Bildungsinitiativen anstoßen, während die Schulen sich diesem Thema weiterhin nur zögerlich öffnen bzw. bewusst verschließen?

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