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Die klassische Bildungsmethodik und das digitale Momentum

Digitales lernen, vernetzte Lehransätze und user generated knowledge (uvm.) – all das sind Schlagworte die zur Zeit einen wahren Hype rund um das Web und seine Lehr- und Lernmöglichkeiten auslösen. Gerade die formale Bildungseinrichtung Schule tut sich schwer mit der Implementierung dieser neuen Möglichkeiten in den Schulalltag. Die Non-formale Bildung bzw. Die außerschulische Bildung scheint – wenigstens inTeilen – einen Schritt weiter zu sein. So sinnvoll und erstrebenswert der Einsatz von Web-basierter Methodik auch sein mag – die Klassiker der Bildungsarbeit (sei sie nun formal oder non-formal) können vor dem Hintergrund der Entdeckung neuer digitaler Bildungswelten in völlig neuem Licht erstrahlen.

Ich beobachte immer wieder, dass Bildungshäuser auf den Social Media Zug aufspringen wollen, weil sie meinen, dass es von ihnen erwartet wird. Dabei verlieren Bildungsstätten, die Methodik die sich bewährt hat, völlig aus den Augen. Es kann nicht darum gehen das Social Web um des Social Web zu betreiben. Viel spannender und aus meiner Sicht auch zielführender ist die Integration der Social Media in bereits bestehende Kontexte. Ein interkulturelles Planspiel kann über eine gewisse Zeit gut gelaufen sein und Web Apps können ein gutes analoges Konzept bereichern. Präsentations- und Mindmapping Methodik hat auch analog funktioniert nur eben an Nachhaltigkeit und Reichweite vermissen lassen. Ein klassiches Brainstorming erfüllt noch immer seine Aufgabe und wird es auch weiter tun, kann aber in digitalen Kontexten zu echter Partizipation führen. Natürlich ist das vernetzte arbeiten bzw. Die Methodiken die daraus folgen können Neuland, allerdings wird Neuland immer noch erkundet werden müssen. Die Weite des Netzes legt die Vermutung nahe, dass die Bildungsmethodik die daraus erwachsen kann nicht zu überblicken sein wird und aktuell kaum zu ermessen ist. sein Die Synergieeffekte die in den Schnittstellen zwischen On- und Offline erzielt werden können, müssen demnach schier endlos sein (the best of both worlds – vorausgesetzt man möchte in diesen Kategorien – Cyberspace vs. Realität – denken). Bei der Implementierung der Social Media in Bildungskontexte – so sie denn überhaupt erfolgt – scheinen viele Einrichtung dem Zwang zur Strategielosen und damit konfusen Einbindung des Social Web zu erliegen. Social Media wird zur l’art pour l’art Veranstaltung und bleibt damit nur Stückwerk und kann sich nicht zu einem echten partzipatorischen Instrument entwickeln. In de Konsequenz bedeutet das ein hohes Maß an Frustration bei allen Bildungsprozessbeteiligten. Getreu dem Slowmedia Gedanken und damit gegen die Stromschnellen des Informationsflusses, sei deswegen zu einem geduldigeren und vor allem zielgerichteten Umgang mit digitaler Methodik geraten.

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