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Mein täglich Heveling, Hinterbänkler und ein bisschen Hitlerei

Liebe Netzgemeinde: Ihr werdet den Kampf verlieren!“ Ich wußte gar nicht, dass wir uns in einem Kampf befinden? Wer hätte das gedacht: Es ist Krieg und noch war überhaupt niemand da. Herr Heveling muss in den letzten Jahren ganz allein auf einer grünen Wiese herumgewandert sein, die er fälschlicherweise für einen Kampfplatz hielt. Da kann ich verstehen, dass Ansgar das nicht länger hinnehmen wollte. Für einen „geschichtsbewussten Politiker“ muss es desillusionierend gewesen sein, dass sein epischer Kampf völlig ohne Gegner stattgefunden hat. Schattenfechterei auf den hinteren Bänken des Bundestages macht einfach wenig Spaß.

Da steht er nun, der kleine untersetzte Heveling, seine Rüstung schimmert in der Abendsonne und wieder ist niemand gekommen… doch da flattert ihm das Angebot des Handelsblattes am offenen Visier vorbei. Er greift zu – ein Schnäppchen – und zückt seine Schreibmaschine – das Schwert des kleinen Mannes – der Marke „Olympia Robust“ (Die hat er von seinem geschichtsbewussten Opa geerbt und immer dabei!). Ansgar fängt an hysterisch zu tippen.

Die Worte sprudeln aus seinem einsamen Herzen. Ha, den digitalen Maoisten wird er es schon zeigen. Wie können die es auch wagen, sich frei im Netz zu äußern und dabei regelmäßig eine größere Zuhörerschaft zu mobilisieren als er jemals hatte – dabei hat er doch so viel zu sagen, so viel zu geben. Aber jetzt ist der Tag zur Rache gekommen. Es wird „sein Kampf“ – eine „Streitschrift“ von historischem Ausmaß. Endlich fließt semantisches Blut.

Der Text ist fertig. Ansgar hat doch tatsächlich 2 1/2 Din A4 Seiten getippt. Sollen die Blödmänner vom Handelsblatt doch sehen wie sie das in ihren Klapprechner einbauen. Ha! Ansgar lacht laut, schmeißt die Schreibmaschine hinter sich und liest den Text noch einmal laut vor:

Quelle: Jens Best Soundcloud (großartig!)

One thought on “Mein täglich Heveling, Hinterbänkler und ein bisschen Hitlerei

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