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#SPON gehackt – Mozilla Projekt „Hackasaurus“ im Bildungskontext

Für den Text-Hack der #SPON webpage habe ich nicht mal 2 Minuten gebraucht. Aus der Headline „Krafts Werk Röttgens Beitrag“ wurde „Paukenschlag in NRW: Erste Umfragen sagen Wahlsieg der CDU voraus„. der Sub-Text lautete nach dem Hack: „Überraschender Ausgang der NRW-Landtagswahlen: Norbert Röttgen hat gute Aussichten darauf, nordrhein-westfälischer Ministerpräsident zu werden. Die spannende Frage ist, mit wem der Spitzenkandidat der Union das Land nach der Wahl am Sonntag regieren wird. Reicht es für Schwarz-Grün, gibt es eine Große Koalition?Von Jörg Diehl, Düsseldorf mehr…“

Mit dem Mozilla Projekt „Hackasaurus“ ist der Hack extrem einfach. Die Web X-Ray Goggles legen die Struktur der Webseiten frei und erlauben den direkten Eingriff in die html-Strukturen. Am Ende können nicht nur Texte geändert, sondern auch videos und Bilder schnell und einfach ersetzt werden. Dem Hack wird nach Beendigung eine neue URL zugewiesen, die den Hack auch als solchen ausweist. Ich habe diesen kleinen Test gestartet, um einfach mal zu sehen wie, wer und ob der Hack angenommen oder sofort als falsch identifiziert wird. Mein kleiner Testballon hat keinen großen Aufschrei ausgelöst, wurde jedoch einmal retweetet und sorgte für Verwirrung bei @palimpoetikon (s.oben). Der Hack selbst ist nur durch ein Transparentes Pop Up oder die URL zu erkennen. Ich glaube, dass ein guter Hack in einer Vielzahl von Fällen nicht als solcher erkannt werden würde. Wir lesen zu schnell und Pop Ups nerven dermaßen, dass wir sie einfach wegclicken ohne ihre Inhalte zu erfassen. Insofern hat Hackasaurus durchaus das Potential – wenigstens kurzzeitig – Verwirrung zu stiften und Aufmerksamkeit zu erregen. Was macht man also mit diesem Tool?

Ich werde das Tool in Bildungskontexten einsetzen. Jugendliche bekommen in unseren @thinkeurope Seminaren demnächst die Möglichkeit ihre politische Umwelt zu (re-)designen. Erwartungsabfragen, Utopische, Dystopische oder realistische Einschätzungen und subjektive Sichtweisen können mit Hackasaurus auf neue Art zum Ausdruck gebracht werden. Die Möglichkeit das Netz und Verantwortungsträger damit direkt (über einen Link) zu konfrontieren wird das ganze noch interessanter machen. Ich kann sie förmlich sehen, die Herzen die kurz nach dem Öffnen einer gehackten Page erstmal in Hosen rutschen – eParticipation / Beteiligung / Teilhabe etc. Oh ja, das wird groß! Die Möglichkeiten dieses Tool einzusetzen sind mit Sicherheit noch ein ganzes Stück größer (Gedächtnis, digitales Vertrauen, Identität). Wir werden sehen… und ausprobieren.

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