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„EUducation“ 002 und ein Nachtrag zu der Folge „Schein und Sein“

Foto 05.02.15 10 41 38Gestern haben wir die zweite Folge unseres Pottkast ins Netz gesprochen. Thema: „Schein und Sein in Politik und Bildung„. Einige Aspekte haben wir berührt, andere sind mir erst später im Auto auf der Heimfahrt eingefallen – wie das häufig so ist (besonders wenn man so eine Episode nicht skriptet.

Also hört euch die Folge HIER an und ergänzt das Gesagte um diesen Nachtrag:

1. Die Diktatur des „man“ (Heidegger): Man trägt dies und nicht das, zu diesem oder jenem Anlass. Als Politiker trägt man Anzug und Krawatte. Als politischer Bildner trägt man Jeans und Turnschuhe. Als Schüler/in trägt man Hollister und Chucks usw. – keine neue Idee, geht aber weiter als das Konzept „Gruppenzwang“.

2. Zu der Uniformierung von Politikern: Führt die Diktatur des „man“ zu einer Vereinheitlichung des Denkens und Redens. „“Die“ (Politiker) sind doch alle gleich.“ Das sind sie äußerlich in der Tat. Ob einer von der SPD oder der CDU kommt, das ist äußerlich nicht erkennbar. Personen in Regierungsverantwortung sind rein optisch völlig austauschbar und zwar in einem Maße, dass auch die Frage nach der Differenzierung von Inhalten aufwirft. Wenn sich Menschen uniformieren, dann weil sie sich einer gemeinsamen Sache verschrieben haben – dasselbe wollen und vllt. auch noch dasselbe denken. So sind wir sozialisiert. Eingedenk dieser Tatsache scheint es wenig verwunderlich, dass ein einheitliches Äußeres auch mit einer Vereinheitlichung von Inhalten einhergeht.

3. 2005 führte die NBA einen Dresscode für alle Spieler ein. Nach diesem Dresscode müssen Spieler vor und nach dem Spiel in einem angemessenen Outfit erscheinen. Aus meiner Sicht völlig zurecht wurde diese Regel als „Slap against black american culture“ gewertet. Das konservative WEIßE Äußere wurde vorrangig verordnet, weil Schwarze Profis im Basketball sich häufig nahe der Hip-Hop Kultur verorten – eine Kultur die dem konservativen Weißen Amerika besonders suspekt ist, weil sie in dieser Kultur (zurecht) die Unterwanderung des Status „White Supremacy“ fürchten. In diesem Falle wird Kleidung zu einer Ausübung von Macht und einer Form der Repression.

4. Vielleicht muss man vor dem Hintergrund dieser ganzen Diskussionen auch noch einmal über „Schuluniformen“ sprechen… aber das kann man auch wann anders tun.

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