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Pottkast 006 „MiniLARPs und Evaluationstechniken“ ist online.

Foto 03.06.15 15 35 34Gestern im Maker Space  der Stadtbibliothek Köln gepottkastet. Das Ergebnis gibt es jetzt HIER.

Eine kleine Ergänzung zum Inhalt: Warum halte ich digitale Evaluationstools zur Auswertung non-formaler Lernprozesse für nur bedingt sinnvoll?! Das Stichwort ist „Hidden Agenda“. Gerade in (interkulturellen) non-formalen Lernprozessen geschieht Bildung auf verschiedensten Ebenen. Es geht nicht mehr allein um das kognitive erfassen von Daten und Fakten (und ggf. um die Reproduktion und den Transfer dieses Wissens) sondern auch um „Global Competences„:

„Having an open mind while actively seeking to understand cultural norms and expectations of others, and leveraging this gained knowledge to interact, communicate and work effectively in diverse environments.“

Diese Kompetenzen werden im „Tun“ erworben und können nicht angelesen, erschaut oder erschrieben werden. Wenn wir Lernprozesse gemeinsam mit Jugendlichen aus ganz Europa gestalten, dann müssen wir uns immer Zeit nehmen, um diese Prozesse angemessen zu durchleuchten, sichtbar zu machen und damit den Jugendlichen die Möglichkeit geben das Erlebte in Worte zu fassen. Durch die Evaluation können Jugendliche beginnen ihr eigenes Lernen zu hinterfragen und ein Bewusstsein für den globalen Kompetenzerwerb entwickeln. Im Kern ist Evaluation eng mit Sprechakttheoretischen Aspekten verbunden – über das Finden von Worten wird Bedeutung und damit Bewusstsein hergestellt… das ist für non-formale Lernprozesse unerlässlich.

Digitale Evaluationstechniken (Tricider, Kahoot, Mentimeter etc.) könnenin diesem Kontext allenfalls als Einstieg dienen. Ihr Nachteil sind die wenig kollaborativen Ansätze und die Rückbezüglichkeit in die Gruppe. Mehr Gedanken dazu hört ihr im Pottkast ab Minuten 6.55.

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